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Job & Karriere

Die Wirtschaftsmacht von nebenan

„Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht.“ Wir – das sind in dem Fall die deutschen Handwerker. Und die machen derzeit mit einer coolen Plakat- und Internetkampagne gehörig von sich reden. Unter dem Slogan „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“ möchten nicht nur Schreiner, Bäcker und Maurer, sondern auch Brunnenbauer, Büchsenmacher und Elfenbeinschnitzer auf sich und ihre spannende und wichtige Arbeit aufmerksam machen.

 
 

Angefangen hat alles bereits 2008. Da begann nämlich das Umfrage-Institut Forsa eine repräsentative Erhebung zum Thema „Wie wird das deutsche Handwerk von den Bürgern wahrgenommen und eingeschätzt?“ durchzuführen. Die Antworten von über 1000 Befragten ab 14 Jahren hat vor allem eines gezeigt: Insbesondere die Gruppe der Schüler und Studenten (14- bis 29-Jährige) weiß zu wenig über den größten Arbeitgeber und Ausbilder der Republik. Über eine Million Handwerksbetriebe mit mehr als 4,8 Millionen Mitarbeitern verteilen sich über ganz Deutschland. Und die sind verantwortlich für fast alles, was wir tagtäglich zum Leben benötigen: Vom Frühstücksbrötchen mit Salami über die Brille, mit der wir die frisch gedruckte Zeitung lesen, bis hin zum Tisch, an dem wir sitzen, im Haus, in dem wir leben – all das ist Ergebnis des Handwerks. Aber eben nicht nur das: Berufe wie der des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers, des Betonstein- und Terrazzo-herstellers (Terrazzo ist ein spezieller Bodenbelag), des Brauers und Mälzers, des Glasveredlers oder des Flexografen (Stempelhersteller) und viele mehr bieten ein spannendes Betätigungsfeld – und sind indes auch wirtschaftlich hochinteressant, denn gebraucht werden sie alle. Und ohne sie sähen wir ganz schön alt aus – wie der Film, den man auf der unten angegebenen Website findet, eindrucksvoll zeigt: Ohne das Handwerk sitzen wir ruckzuck wieder nackt und unfrisiert am Lagerfeuer und langweilen uns – die Steinzeit lässt grüßen.

„Das Handwerk hat mehr Berufe, als man an 31 Händen abzählen kann“, erklärt Kathrin von Weber, die bei der Freiburger Handwerkskammer die Referatsleitung für Veranstaltungsmanagement und Projekte innehat, „bei uns kann man alles machen – von kreativ bis hochtechnisch, und mit allem arbeiten – vom Klöppel bis zur Fräse.“ Und man hat die Möglichkeit, aktiv am Leben und seiner Umgebung mitzugestalten. „Handwerker sind automatisch ins Stadtgeschehen involviert“, betont die Referatsleiterin.

Wer Vorurteile gegenüber Handwerkern abschütteln und mehr über die Möglichkeiten in diesem interessanten Berufsfeld erfahren möchte, der klickt sich einfach mal auf www.willkommenbeidenprofis.de durch und lässt sich von der Vielfalt überraschen. Und vielleicht gehört der eine oder andere dann demnächst auch dazu – zur Wirtschaftsmacht von nebenan!

www.willkommenbeidenprofis.de

 
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