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Job & Karriere

Grenzenlos reparieren dank Google-Glass-Brille

Katharina Rybkina und David Hildner (Bild) von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg haben für die Google-Glass-Brille eine App entworfen. Diese hilft, visuelle Eindrücke via Internet aus Brasilien oder China in Echtzeit zu übertragen. Zum Beispiel bis nach Südbaden. Ein gutes Beispiel für die Kombination von Theorie und Praxis.

 
 

Die beiden Studierenden haben mit ihrem Projekt nachgewiesen, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten über Kontinente hinweg koordiniert und organisiert werden können. Sie zeigen mit ihrer App für die Google-Glass-Brille: Mit Hilfe der Wearables-Technologie ist vieles möglich. Das Ergebnis der Projektarbeit im Auftrag eines Maschinenbauunternehmens klingt theoretisch, ist es aber nicht.
Ein einfaches Beispiel: Die südbadische Firma verkauft eine Maschine nach Shandong im Nordosten Chinas. Das ist mehr als 10.000 Kilometer von Lörrach entfernt. Die Maschine überhitzt.

Vor Ort fehlt das Know-how
, um sie zu reparieren. Dank der neuen Technologie kann ein Servicemann von Deutschland aus eingreifen. Dafür scannt der Kollege in China mit der Google-Brille den QR-Code der Maschine. Der Experte in Südbaden sieht dann den Öl-Füllstand, den Zeitpunkt der letzten Wartung oder die Art der letzten Aufträge. Dank der Brille muss der Mitarbeiter in China weder ein Handy noch ein Tablet in der Hand halten. Er kann mit beiden Händen reparieren. Der Maschinenbauexperte aus Südbaden gibt Tipps, der Mann vor Ort setzt sie um. Die Maschine läuft wieder.

 

Durchblick: Mit der Google-Glass-Brille könnte Kontinente überwunden werden.

 

Das Projekt von Katharina und David ist ein typisches Beispiel für die enge Verbindung von Theorie und Praxis im dualen Studium. Den wissenschaftlichen Betreuer hat die Leistung der zwei Nachwuchs-Informatiker beeindruckt: „Die beiden haben auch im Bereich der Forschung zur Industrie 4.0 im Segment Informatisierung der Fertigungstechnik gute Arbeit geleistet“, lobt der Wissenschaftler. Doch Katharina und David selbst sind mit dem Erreichten nicht zu 100 Prozent zufrieden. „Das Google-Glass-Display ist zu klein“, sagen sie. „Da lässt sich nicht ausreichend Information unterbringen. Das müsste unbedingt besser werden.“

Aber keine Panik, die beiden haben noch ein ganzes Berufsleben Zeit, um mit ihrer Idee voranzukommen. Zwischenzeitlich kümmert sich bereits die nächste Generation Informatik-Studenten der DHBW Lörrach um alternative Lokalisierungsmethoden für die Maschine. Auf der Website der DHBW Lörrach stehen ausführliche Informationen zum gesamten Studienangebot in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gesundheitswesen zur Verfügung.

Mehr Infos: www.dhbw-loerrach.de/beratung

Info
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Mit derzeit rund 34.000 Studierenden, 9000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie über 141.000 Absolventen ist die DHBW die größte Hochschule des Landes. Das duale Hochschulstudium bietet einen Wechsel aus Theorie- und Praxisphasen. Mit 2100 Studierenden, 750 dualen Partnerunternehmen und mehr als 20 Bachelor- und Masterstudiengängen ist die DHBW Lörrach ein Aushängeschild der Wirtschaftsregion Südwest.

 

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