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Job & Karriere

Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik modernisiert

Sie arbeiten dort, wo die Events stattfinden: an Veranstaltungsstätten, beim Messebau, in Theatern und Produktionsbetrieben für Hörfunk, Film und Fernsehen. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sind viel unterwegs; sie sorgen dafür, dass Licht, Sound und Bild stimmen, dass die nötigen Systeme, Aufbauten und Abläufe konzipiert und realisiert werden.

 
 

Eine Modernisierung der dreijährigen Ausbildung greift nun die vielfältigen Innovationen beispielsweise bei den Präsentations-, Bild- und Wiedergabetechniken auf. Die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis im Auftrag der Bundesregierung modernisierte Ausbildungsordnung gilt seit 1. August 2016.


Hintergrund der Neuerung ist, dass die seit 2002 bestehenden Ausbildungsregelungen nicht mehr zeitgemäß sind. Der technische Fortschritt der Bühnen-, Beschallungs- und Beleuchtungstechnik wurde deshalb in die neue Ausbildungsordnung aufgenommen.

 

Auch der Einsatz von Medien- und Präsentationstechnik bei Veranstaltungen hat eine große Bedeutung bekommen: Heute ist es selbstverständlich, dass Grafiken, Logos und Videosequenzen zum Beispiel bei Messen, Konzerten und anderen Events per Medieneinsatz in die Veranstaltung integriert werden.

 

Außerdem erhält die Fachkraft für Veranstaltungstechnik klarere Verantwortungen im Bereich der Energieversorgung. Dazu gehören zum Beispiel das Planen des Energiebedarfs, die Sicherstellung der Stromversorgung sowie der sachgerechte Aufbau, das Betreiben und der Abbau nichtstationärer elektrischer Anlagen.

 

Lichterspiel: Blick auf das Open-Air-Konzert Klassik am Odeonsplatz in München.

 

Zudem ist die Arbeit heute stärker projektorientiert. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sollen die Kompetenz erwerben, im eigenen Arbeitsbereich Projektabläufe unter Beachtung von technischen und organisatorischen Schnittstellen zu planen, bei der Aufgabenverteilung und dem Personaleinsatz mitzuwirken, Arbeitsabläufe zu koordinieren und Mitarbeitende auch sicherheitstechnisch zu unterweisen. Bei der Durchführung von Veranstaltungen ist von ihnen ferner darauf zu achten, dass der Ablauf reibungslos funktioniert und bei Störungen kurzfristig Lösungsvarianten entwickelt werden.

 

In den vergangenen Jahren haben relativ konstant rund 1100 junge Menschen pro Jahr eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik begonnen, davon knapp 10 Prozent Frauen. Ausbildungsbetriebe wünschen sich von Bewerberinnen und Bewerbern für diesen Beruf Kenntnisse in Mathematik und Physik. Auch die englische Sprache spielt im zunehmend internationaler werdenden Geschäft eine wichtige Rolle. Schließlich sollte auch die Bereitschaft zur Arbeit an wechselnden Orten und zu unüblichen Zeiten vorhanden sein, ebenso wie Teamfähigkeit und Kundenorientierung.

 

Fertig ausgebildete Fachkräfte arbeiten beispielsweise bei Rundfunk- und Fernsehanstalten, Messebauunternehmen, Technikdienstleistern oder Theatern. Die Berufsaussichten sind gut. Viele Veranstaltungstechniker sind auch freiberuflich tätig. Zudem stehen verschiedene Karrierewege offen. So ermöglicht ein Abschluss als Meister/-in für Veranstaltungstechnik, auch größere Veranstaltungen zu konzipieren, sicher durchzuführen, zu überwachen und dabei Führungsaufgaben zu übernehmen.

 

 

 

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