Drucken

Job & Karriere

Jeder Achte arbeitet im Gesundheitswesen Altenpfleger, Erzieher und Co.

Rund 1,4 Millionen Jugendliche lernen in Deutschland im dualen Bildungssystem. Etwa 450.000 Schüler und Schülerinnen entscheiden sich für eine berufliche Ausbildung außerhalb von Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO). Davon sind allein rund 360.000 im Bereich der Gesundheits-, Erziehungs-und Sozialberufe tätig. Mit steigender Tendenz.

 
 

Unter den Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen sind die Ausbildungsgänge mit den Abschlüssen Erzieher, Altenpflegehelfer, Sozialassistent sowie Kinderpfleger stark vertreten. Die Zahl der Schüler ist in zwei Jahren um rund 38 Prozent auf rund 160.000 gestiegen.

Zu den Gesundheitsfachberufen zählen insbesondere die drei Pflegeberufe (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege), die Therapieberufe (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie) und die Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Auch hier steigen die Schülerzahlen: Mit rund 200.000 Schülern im Schuljahr 2015/16 gibt es eine starke Nachfrage. Allerdings zeigen sich bei den einzelnen Berufen unterschiedliche Entwicklungen.

Notfallsanitäter/in


Notfallsanitäter arbeiten in erster Linie bei Rettungs- und Krankentransportdiensten. Ebenso sind sie bei Blutspendediensten oder städtischen Feuerwehren beschäftigt. Darüber hinaus können sie auch bei Katastrophenhilfswerken oder kommunal organisierten Rettungswachen tätig sein. Sie entscheiden am Notfallort, ob ein Notarzt gerufen werden muss.

Sie führen medizinische Maßnahmen der Erstversorgung durch oder assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten. Außerdem stellen sie die Transportfähigkeit von Patienten sicher und überwachen deren medizinischen Zustand während des Transports.

Notfallsanitäter ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert drei Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

 

 

Altenpfleger/in


Altenpfleger arbeiten hauptsächlich in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern, in Pflege- und Rehabilitationskliniken, bei Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit pflegerischer Betreuung oder bei Tages- und Hauskrankenpflegediensten. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Altenwohn- und -pflegeheime, ambulante soziale Dienste, paritätische Verbände mit angeschlossenem Pflegedienst, Wohnheime für Menschen mit Behinderung oder Seniorenberatungsstellen.

Altenpfleger betreuen und pflegen hilfsbedürftige ältere Menschen. Sie unterstützen diese bei der Alltagsbewältigung, beraten sie, motivieren sie zu sinnvoller Beschäftigung und Freizeitgestaltung und nehmen pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr. Die Ausbildung ist landesrechtlich geregelt mit den Berufsfachschulen. Sie dauert in Vollzeit ein bis zwei Jahre, in Teilzeit zwei bis drei Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Physiotherapeut/in


Physiotherapeuten arbeiten meist in Krankenhäusern, Kliniken, Facharztpraxen, physiotherapeutischen und ambulanten Praxen. Auch in Altenheimen, Rehabilitationszentren oder Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderung sind sie tätig. Darüber hinaus können sie bei Sportstätten und in Wellnesshotels beschäftigt sein.

Sie behandeln vor allem Menschen, deren körperliche Bewegungsmöglichkeiten altersbedingt oder aufgrund einer Krankheit, Verletzung oder Behinderung eingeschränkt sind. Auch vorbeugende Therapiemaßnahmen führen sie durch. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt, man lernt an Berufsfachschulen für Physiotherapie. Sie dauert drei Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Daneben besteht die Möglichkeit, Physiotherapie an Hochschulen zu studieren.

Physiotherapeuten finden Beschäftigung in erster Linie in Krankenhäusern und Kliniken, in Facharztpraxen, in physiotherapeutischen Praxen, in Altenheimen, in Rehabilitationszentren, in Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderung. Darüber auch bei Sportstätten und in Wellnesshotels.

 

 

 

Mehr dazu

 

 

 
 

Kalender

April 2018:

Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30
 

Schlagwörter