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Leute & Leben

Pinsel vs Rechtsextremismus

„Ich träume davon, dass eines Tages die Menschen sich erheben und einsehen werden , dass sie geschaffen sind, um als Brüder miteinander zu leben. „ Martin Luther King

 
 

" Hey ihr seid doch an Kunst interessiert? Und ihr wollt was gegen Rechtsextremismus unternehmen? Dann seid ihr bei "Raise your Pinsel" genau richtig." So in etwa wurden wir auf dieses Projekt aufmerksam. Laura Bräuning (Foto mitte) kam einfach auf dem Schulhof des HHG in Ostfildern auf uns zu.

 

 

 

 

 

"Raise your Pinsel" ist eine Reaktion auf die Schmierereien vergangenen Jahres. Rechtsradikale pinselten Sprüche wie "Arbeit macht frei" an unsere Schulen. Diese Ereignisse sorgten für Aufruhr und Protest. Vorläufig hängten die Schülerinnen und Schüler Plakate aus, doch wir wollten ein langfristiges Zeichen setzten. Unsere Kreativität war, also war unsere Entscheidung mitzumachen leicht zu fällen.

Zu Beginn sollte dieses Projekt schulübergreifend werden, das heißt Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Nellingen sollten vertreten sein. Letztendlich beschränkte sich das Projekt auf 8 Schülerinnen und Schüler (Julian Wallis, Ivan Zupan, Janina Haug, Christopher Diener, Alexa Groll, Patrizia Schoen, Laura Bräuning und Lydia Bautze) der Gymnasien HHG und OHG in Ostfildern Nellingen.

Unter der Aufsicht unseres Profis, Ewgeni Ryshkowski aus Esslingen trafen wir uns alle am 26.7. am L-Quadrat in Ruit. Dort wartete bereits eine leere Wand auf uns.

Anfänglich stellten wir alle unsere Entwürfe  für das Wandbild vor. Daran orientiert wurden Farben bestellt. Das geld dafür wurde unsunter anderem von Jugendtreff Zinsholz zur Verfügung gestellt, sowie unsere Beurlaubungen, damit wir uns fern ab vom Schulstress auf unser Projekt konzentrieren konnten.

Am Tag darauf begannen wir also, unserem Motto gemäß, "Die Welt hat viele Farben" mit der Grundierung der Wand. Mosaikartig wurden alle Farben, die wir im Petto hatten verwendet.

 

 

 

 

 

 

Das Grundieren zog sich über drei Tage hinweg, doch mit musikalischer Untermahlung und gegenseitiger Motivation  war alles ganz lässig.

Leider hatten wir keine Unterstützung vom Wetter. Als wir mit den Motiven beginnen wollten, machte uns dieses einen gewaltigen oder soll ich lieber sagen nassen Strich durch die Rechnung.

Es regnete zwei Tage durchgehend und wir mussten demnach das kreative Schaffen vorerst einstellen. Kaum war die Sonne wieder draußen, waren wir an unseren Pinseln. Rechtzeitig zum Sonntag wurde alles fertig gestellt und die Künstler sehr zufrieden.

Begleitet wurden wir die Zeit über von Frau Vogt und ihrer Kamera, damit unsere Arbeit auch in Ton und Bild erhalten bleibt. Besuch bekamen wir ebenfalls von der Esslinger Zeitung. Eifrig wurden Fragen gestellt und beantwortet.

Insgesamt können wir behaupten, dass unser Projekt durchaus von allen Seiten positiv beleuchtet werden kann.

 

 

 

 

 

 

Die Zusammenarbeit war super, der Spaßfaktor ist auch nicht zu bemängeln und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für viele von uns war es durchaus eine neue nd interessante Erfahrung und wir sind beim nächsten Jugendprojekt sicher wieder dabei.

 

Lydia Bautze

 
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