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Musik & Medien

„Ich war zu faul und zu frech“ / f79-Interview mit Sibbi, dem Frontmann von Itchy Poopzkid

An dieser Stelle begrüßen bekannte Namen unsere f79-Leser mit Erinnerungen und Anekdoten aus ihrer Schulzeit. In dieser Ausgabe hat sich der Sänger Sibbi von Itchy Poopzkid den Fragen von Magdalena Mack gestellt. Er erzählt darüber, wie wichtig es ihm ist, dass die Freude und die Leidenschaft, die er an der Musik hat, bei den Fans an kommt und dass man die Schulzeit ja noch genießen soll.

 
 
f79: Was fällt dir als Erstes ein, wenn du an deine Schulzeit zurück denkst?
Sibbi: Mir fällt auf, dass man die Schulzeit im Nachhinein einfach als beste Zeit im Leben empfindet und dass die ganzen älteren Menschen echt Recht haben, wenn sie sagen: Genießt bloß noch eure Schulzeit. Außerdem fällt mir ein, dass ich zu faul und zu frech war.
f79: Welches Fach konntest du überhaupt nicht leiden?
Sibbi: Mathe. Wobei ich am Anfang noch recht gut war, aber bis zum Abi hat es sich dann leider ins totale Gegenteil verwandelt.
f79: Was haben die Lehrer versäumt dir beizubringen?
Sibbi: Dass es gut und wichtig ist, einen anständigen Beruf zu erlernen. Jetzt bin ich eben nur Musiker geworden (lacht).
f79: Wolltest du das schon immer werden?
Sibbi: Als kleiner Junge wollte ich immer Fußballstar werden. Als wir die Band in unserer Schulzeit gründeten und den ersten Auftritt hatten war für mich aber sofort klar: Das will ich ab jetzt für immer machen. Heute leben wir unsern Traum und wir versuchen es uns einfach so oft es geht bewusst zu machen, dass wir unser Hobby zu unserem Beruf gemacht haben und wir uns wirklich glücklich dabei schätzen können.
f79: War es schwierig, Schule und Musik unter einen Hut zu bringen?
Sibbi: Na ja, wir waren zweifellos keine Musterschüler. Wir haben auf jeden Fall nicht den ganzen Nachmittag gepaukt. Wir hatten also genügend Zeit zum Proben.
f79: Ihr kennt euch also seit eurer Schulzeit?
Sibbi: Ja, Panzer kenne ich schon seit der Vorschule, also geschlagene 23 Jahre. Unseren Schlagzeuger Max, der seit diesem Jahr neu bei uns dabei ist, kennen wir noch nicht ganz so lange, aber mittlerweile auch auch schon über sechs Jahre.
f79: Wie seid ihr eigentlich auf den Bandnamen gekommen?
Sibbi: Das ist eine Frage, die uns echt oft gestellt wird. Leider kann ich darauf keine konkrete Antwort geben. Wir würden alle gerne noch einmal die Zeit zurück drehen, zum einen um zu sehen, wie wir auf diesen Namen gestoßen sind und zum anderen um uns gegenseitig dafür zu verkloppen. Ich glaube er ist uns in der langweiligsten Schulstunde überhaupt eingefallen.
f79: Woher bekommt ihr die Inspiration für eure Texte?
Sibbi: Kurz gesagt: von allem. Alles was man hört, aufschnappt, was einen interessiert und was einen stört. Alles, was uns gerade in den Sinn kommt, was wir meinen sagen zu wollen, das schreiben wir auf.
f79: Schon seit einigen Jahren sind immer mehr Rockbands mit deutschen Texten in den Charts vertreten. Ihr habt englische Texte, wieso?
Sibbi: Das war eigentlich keine bewusste Entscheidung. Die meisten Rockbands singen immer noch auf Englisch. Da fällt es einem irgendwie leichter, alles auszudrücken. Dazu kommt dann natürlich noch unser wundervoller schwäbischer Akzent, der, wenn wir deutschsprachige Lieder singen würden, wahrscheinlich nicht so von Vorteil wäre.
f79: Wie ist euer aktuelles Album „Lights out London“ entstanden?
Sibbi: Gebraucht haben wir etwa ein dreiviertel Jahr. Wir haben das Album zum ersten Mal live eingespielt, was wirklich einen enormen Unterschied macht. Die Live-Energie kommt richtig zum Ausdruck. Es ist nicht immer so selbstverständlich, dass man nach einem Jahr noch so zufrieden ist mit einem kompletten Album wie wir es sind.
f79: Was wollt ihr mit eurer Musik hauptsächlich zum Ausdruck bringen?
Sibbi: Das ist eine schwierige Frage. Uns ist wichtig, dass wir die Leute gut unterhalten können, und dass wir selbst voll bei der Sache sind und authentisch wirken. Einfach, dass der Spaß den wir haben und die Leidenschaft rüber kommt.
f79: Vielen Dank für das Interview!
Sibbi: Gerne.
 

Name: Sibbi (Sebastian)
Alter: 29
Schule: Erich-Kästner Gymnasium, Eichlingen
Abschlussjahrgang: 2002
Notenschnitt: 2,3

 
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