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Schule & Projekte

Alles im grünen Bereich - Wie das Handwerk Jugendlichen vor Ort und dem Planeten zugleich hilft

Seit dem 1. April diesen Jahres läuft das Projekt „Green Tech in Jugendarbeit und Handwerk“. Dabei möchte die Freiburger Handwerkskammer (HWK) Jugendlichen in den eigenen Stadtteilen Möglichkeiten aufzeigen, die eigene Lebenswelt aktiv mit zu gestalten und dabei zeitgleich noch etwas für die Umwelt zu tun. So hat im Quartier Unterwiehre derzeit eine Gruppe junger Kicker geplant, eine solarbetriebene Beleuchtungsanlage für den nahe gelegenen Bolzplatz zu installieren. Das kleine Flutlicht soll dann auch in Herbst und Winter noch packende Partien nach Sonnenuntergang ermöglichen. Ziel der HWK ist es auch zu zeigen, dass Handwerksberufe durchaus in zukunftsorientierten Bereichen Einsatz finden.

 
 

Betonbauer, Maurer, Metallbauer, Elektroniker, Dachdecker – klassische Handwerksberufe klingen zunächst einmal nicht wirklich nach zeitgemäßen Jobs, die über den Fachbereich hinaus auch noch etwas für die Umwelt machen. Aber genau die genannten Fachkräfte benötigt es, will man auf einem Fußballplatz ein kleines, solarbetriebenes Flutlicht installieren. Es muss schließlich ein Betonfundament gegossen werden, die Lampen benötigen ein Gestell, müssen installiert werden und eine Solaranlage wandert auch nicht von alleine aufs Dach eines nahestehenden Gebäudes. „Das Handwerk steuert seinen Teil zur Energiewende bei – und der ist nicht gering“, ist Wolfram Seitz-Schüle, Leiter der „Zukunftswerkstatt“ bei der Freiburger Handwerkskammer, überzeugt, „uns geht es auch darum, dass Schüler diesen Berufen mit einem gewissen Respekt begegnen und sehen, dass so eine Arbeit eben keine Bastelei ist, sondern viel Know-how benötigt.“


Unter Anleitung der HWK-Lehrmeister aus der Gewerbeakademie, dem Ausbildungszentrum der HWK, können Schüler beim Green-Tech-Projekt ihre eigene Lebenswelt aufwerten und dabei nebenher noch etwas für die Umwelt tun. Ausgangspunkt für die Gruppen sind die lokalen Jugendzentren, Ansprechpartner die vor Ort arbeitenden Pädagogen. „Wir haben uns dafür bewusst nicht die Schulen ausgewählt“, erklärt Seitz-Schüle, „die Schüler sollen den eigenen Nutzen spüren, den diese berufsbildende Maßnahme mitbringt.“


Die Ideen für die Projekte kommen von den Schülern selbst – lediglich bei der Umsetzung wird geholfen. Dass im Rahmen des Projekts das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle spielt, ist dabei kein Ausschlusskriterium. „Es gibt keinen handwerklichen Beruf, der nicht auch zukunftsorientiert arbeitet“, stellt der Zukunftswerkstattleiter fest.


Neben den Meistern aus der Gewerbeakademie greifen auch Fachbetriebe aus den Quartieren den Jugendlichen bei ihren Projekten unter die Arme. So entsteht eine „Win-Win-Win-Situation“: Die Jugendlichen bekommen Hilfe bei einem Projekt, das ihre Lebenswelt verbessert und erhalten einen Einblick, was in ihrer unmittelbaren Umgebung alles geschafft wird. Die Betriebe haben eine Möglichkeit, sich den potentiellen Azubis von Morgen zu präsentieren. Und am langen Ende profitiert auch unsere Erde und die ganze Menschheit.


Folgende Jugendzentren machen beim Green-Tech-Projekt mit:
Jugendzentrum Stühlinger (Jugendhaus LetzFetz)/ www.jz-stuehlinger.de
Mobile Jugendarbeit Weingarten-Ost / www.diakonie-suedwest.de
Mobile Jugendarbeit Unterwiehre (Planet Unterwiehre) / www.jhw-mobile.de

 
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