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Schule & Projekte

.komm: Schüler diskutieren über Sicherheit

27 Sessions in 4 Stunden: Bei der .komm Tagung im Haus der Jugend ging's rund. Jeder Interessierte konnte eine „Session“ organisieren. Die dauerten 45 Minuten und konnten sich um alles drehen, was den Schülern zum Thema „Irgendwas mit Zukunft“ einfiel. Die Teilnehmer diskutierten über Mensaessen, E-Sport und das brandaktuelle Thema Sicherheit. f79-Redakteurin Lisa Hörig war dabei.

 
 
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Zum Auftakt: Bürgermeisterin Stuchlik hält eine kurze Ansprache
Zum Auftakt: Bürgermeisterin Stuchlik hält eine kurze Ansprache
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Interaktiv: Per Handzeichen wird abgestimmt, welche Sessions stattfinden
Interaktiv: Per Handzeichen wird abgestimmt, welche Sessions stattfinden
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Der Stundenplan des Barcamps zeigt, welche Themen wo stattfinden.
Der Stundenplan des Barcamps zeigt, welche Themen wo stattfinden.
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Neben Schulen war auch die Wählervereinigung "Junges Freiburg" mit dem Thema "Sicherheit" am Start
Neben Schulen war auch die Wählervereinigung "Junges Freiburg" mit dem Thema "Sicherheit" am Start
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Der Schülerrat und das Jugendbüro moderieren den Tag.
Der Schülerrat und das Jugendbüro moderieren den Tag.
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Ist E-Sport ein "richtiger" Sport? Hier wird viel diskutiert
Ist E-Sport ein "richtiger" Sport? Hier wird viel diskutiert
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Interessiert: Jeder konnte teilnehmen, nicht nur Schülersprecher
Interessiert: Jeder konnte teilnehmen, nicht nur Schülersprecher
Klicke hier um die Fotostrecke zu starten. Bereits zum vierten Mal findet die ".komm" Tagung mit etwa hundert Teilnehmern statt
Bereits zum vierten Mal findet die ".komm" Tagung mit etwa hundert Teilnehmern statt
 

Ein Thema, das derzeit vielen Schülern auf dem Herzen liegt ist "Sicherheit". Seit dem Mord an der Studentin Maria L. sind schließlich viele verunsichert. Das zeigt sich auch auf der .komm-Tagung - Sicherheit war dort eines der intensiv diskutiertesten Themen.

Die Session dazu von der Wählervereinigung "Junges Freiburg" ist gut besucht: Etwa 30 Jugendliche melden sich dafür. Schnell wird klar: Durch die Mordfälle in Freiburg sind viele Jugendliche verunsichert. "Ich habe Angst in der Dunkelheit rauszugehen", sagt eine Schülerin. Nach einer Diskussion sind sich alle sicher: Es ist wohl nicht gefährlicher geworden in Freiburg, aber das Angstgefühl ist gestiegen. Die Diskussion hilft auch der Wählervereinigung: Sie nimmt Anstöße mit für das, was sie im Gemeinderat vertritt.

Zum Auftakt der Tagung spricht Bürgermeisterin Stuchlik über die sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schülerrat. Dabei geht sie auch auf den Schülerhaushalt ein und fordert die Schüler dazu auf, ihn zu beantragen. Mit dem kann jede Schule 1500 Euro Förderung für ein Projekt ihrer Wahl bekommen. Eine Schule hätte davon eine Bienenplantage umgesetzt, eine andere eine Bücherei gebaut, wie die Vorsitzende des Schülerrats Walli Lang in einem Interview mit f79 berichtet.

Nach der kurzen Begrüßung werden die Sessions zu den eingebrachten Themen geplant. Besonders cool ist, dass beim Format "Barcamp" die Teilnehmer zu Teilgebern werden. Das heißt: Jeder kann eine Session anmelden. Alle bestimmen das Programm. Wie groß die Session ausfällt, wird durch ein kurzes Handzeichen von den anderen Anwesenden bestimmt. Darauf wird vom Moderator ein Stundenplan gebastelt, an dem sich alle Teilgeber orientieren können. „Schulmensa“ und „E-Sports“ stehen hier statt Mathe auf dem Stundenplan.

Ein Stockwerk höher wird über die Frage "Ist E-Sport "richtiger" Sport?" diskutiert. Die meisten Anwesenden sind selbst Spieler. E-Sportler würden stundenlang über Tage hinweg trainieren, argumentiert ein Junge. Also wie die "richtigen" Profis. "Ich halte mich aber nicht für einen, wenn ich nur eine Stunde am Tag zocke", sagt er. Die Runde nickt. Alle sind sich einig. "Sollte das dann nicht auch im Fernsehen übertragen werden?", fragt eine Teilnehmerin. Als das Thema auf die Übertragung von Egoshooter wechselt, kochen Emotionen hoch. Doch die Teenager bleiben cool: Sie einigen sich darauf, dass man bei Attentaten die Übertragung aussetzen solle. Ansonsten sei eine Übertragung okay.

Zwischen den Diskussionen gibt's Mittagessen. Doch bereits davor geht es um das Thema. Die Mensasituation an den Schulen beschäftigt alle. "Bei uns gibt's kein veganes Essen in der Schule", erzählt ein Mädchen. Das sei für viele problematisch. Denn ein warmes Mittagessen ist nicht selbstverständlich. Gerade die Unterstufenschüler seien betroffen, da sie nicht das Schulgelände verlassen dürfen. "Was haltet ihr von Foodtrucks?", fragt Benjamin Wasmer. Ihn betrifft die Situation nicht: Er macht gerade sein FSJ im Jugendbüro. Trotzdem ist er engagiert. "Ich glaube, das ist zu teuer", antwortet ihm eine Teilnehmerin. Genickte Gesichter. Die Runde überlegt weiter. Plötzlich ertönt ein Gong: Mittagessen ist serviert. Direkt danach geht's mit den restlichen Sessions weiter.

Den Schülern gefällt's: Die Räume sind voll, die Teilgeber interessiert. Und der Schülerrat? Ist zufrieden. „Sehr cool war, dass so viele verschiedene Schularten da waren“, fasst Walli Lang den Tag zusammen. „Und es gab viel mehr selbstgemachte Sessions von den Teilgebern.“ Dadurch wurde das Format "Barcamp" noch interaktiver.

 

 

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