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Schule & Projekte

Buch-Tipp: Was in der Schule wirklich abgeht

„Live aus dem Klassenzimmer. Was in der Schule wirklich abgeht“ ist Ulrich Knolls neues Buch, das vom ganz normalen Chaos erzählt, das in der Schule so Tag für Tag los ist. Seine Lösung: Reden, reden, reden. Und bloß nicht aufregen.

 
 

Schüler, Lehrer, Eltern - ein ungleiches Dreiergespann. Doch alle sind Protagonisten in Ulrich Knolls Lektüre „Live aus dem Klassenzimmer. Was in der Schule wirklich abgeht“. Darin nimmt der Autor die Kommunikationsprobleme zwischen den drei Parteien humorvoll auseinander. Er erzählt zum Beispiel, wie es bei einem Elternabend zugeht, wie der erste Schultag ablaufen kann und welche Hackordnung es im Lehrezimmer gibt.

Auch die „Problemschüler“ sind für Knoll ein wichtiges Thema. Der ehemalige Schulleiter (Bild rechts) verrät, wie Eltern besser mit solchen Sprösslingen umgehen können: „Reden, reden, reden. Mit der Schule, mit den Lehren. Das ist das Einzige, was hilft." Wichtig sei aber auch: "Aufregen, liebe Eltern, wenn dann mal was Schiefgeht, bringt nichts.“

Kennt nicht jeder diesen einen Lehrer an der Schule, der sich nicht richtig durchsetzen kann? Der, bei dem man machen kann, was man will? Manchmal ist das ganz lustig. Doch gerade wenn es auf Klassenarbeiten zugeht, wird es unter Umständen ein Problem, wenn man den Stoff für die Prüfungen noch gar nicht kann. Dann ist der nette Lehrer eine echte Katastrophe. Also was soll man dagegen unternehmen? „Ich glaube, diese Lehrer kann man da kaum ändern. Ich spreche aus langer Schulleiter Erfahrung. Sie meinen es gut, tun sich aber unter umständen nichts Gutes“, sagt der Spiegel-Bestseller-Autor.

Auch auf das gegenteilige Problem
hat Knoll eine Antwort. Was ist, wenn man einen Tyrannen als Lehrer hat? Wie kommt man mit so einem besser aus? „Schüler müssen sich da klar zur Wehr setzen. Es kann nicht sein, dass Lehrer Schüler in der heutigen Zeit so unter Druck setzen“, sagt Knoll. Allerdings gibt er auch zu bedenken: „Man muss sich natürlich überlegen, ob es wirklich am Lehrer liegt, oder ob es doch das Fehlverhalten des Schülers ist, weil er keine Lust zu lernen hatte.“

Auch der Autor
hat positive und negative Erfahrungen mit der Schule gemacht. Er gibt uns zu verstehen: „Das damals war eine ganz andere Schulsituation. Die Schulen heutzutage sind liberaler und kooperativer als damals." Ihn habe es damals gestört, dass manche Fächer dominant sind, zum Beispiel Mathe oder die Naturwissenschaften. Mit denen konnte er gar nichts anfangen. Das stört ihn auch heute noch: „Wieso soll einer all seine Energie in Mathe, Französisch oder Englisch stecken, wenn es woanders viel besser wäre? Mann muss jedem die Unterstützung bieten, die er braucht.“

In einem Kapitel seines Werks
lässt er vermuten, dass er nicht viel von Schülerzeitungen hält. Der langjährige Schulleiter schmunzelt: „Ich habe nichts gegen Schülerzeitschriften. Ich war selber lange Zeit Redakteur bei einer Schülerzeitung und finde sie haben einen wichtigen Stellenwert. Ich kenne halt Schülerzeitungen bei denen die Redakteure nicht so sonderlich kreativ sind.“ Und es gebe Schülerzeitungen, bei denen die Betreuer von Anfang an alles alleine schreiben, weil sie wüssten, dass es sonst am Ende nichts werde.

„Ich bin ein Vertreter der autonomen Schule“, macht der Autor klar. Was heißt das? „Schule ist mehr schülerbezogen und wird von den Schülern selbst gestaltet. Des weitern werden Schüler individueller gefördert“, erläutert er. „In eine Schule gehört für mich auch Musik, Theater und Tanz hinein, schließlich ist sie ja ein Ganztagesbetrieb." Schulen sollten zudem ihre Lehrer selber einstellen können.

 

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