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extra weiß: Rasante Gipfelstürmer
Wenn es nach der Vorarlberger Firma Coaster geht, beginnt der Nervenkitzel der Skifahrer bald schon bei der Bergfahrt. Das Unternehmen hat ein neues, schienengebundenes Elektrofahrzeug mit bis zu acht Plätzen entwickelt. Mühelos windet es sich in engen Radien steile Berghänge hinauf. Selbst bei maximaler Steigung von 55 Prozent kann es bis zu 54 Stundenkilometer erreichen. Dabei beziehen die Wägen ihre Energie aus neuartigen Hochleistungsakkumulatoren mit einem Energieinhalt von je 40 Kilowattstunden.
Ein ausgefuchstes System
Stündlich können so bis zu 2.880 Passagiere je Richtung befördert werden - und das umweltschonender als jedes vergleichbare Transportmittel. Der Clou: Die Akkumulatoren laden sich beim Halt in der Talstation wieder auf. Die Bremsenergie kompensiert während der Talfahrt einen Teil des verbrauchten Stroms. „Gegenüber einer herkömmlichen Seilbahn braucht der Coaster weniger als ein Fünftel an Energie“, so Phillip Matt, zuständiger Ingenieur beim Schweizer Hersteller des Elektroantriebs, der Brusa AG.
Verkehrsmittel der Zukunft?
In Arosa, wo einer der ersten Prototypen gebaut wurde, drückt sich die Stromkostenersparnis gegenüber dem konventionellen System in Höhe von beträchtlichen 146.000 Euro jährlich aus. Dort transportiert das Coastersystem die Gäste des Grand Hotels in beheizten Wägen mit stilvollem Interieur luxuriös direkt ins Skigebiet. Ob sich jedoch die noble Klientel des Hauses mit dem besonderen Achterbahnkick anfreunden wird? Die Pläne der Tüftler gehen noch um einiges weiter. Mutige Animationen zeigen den Coaster als Verkehrsmittel der Zukunft: In Innenstädten, sich um gläserne Fassaden windend oder in unzugänglichen Regionen.
Anlagen sind in Planung
Und tatsächlich: Zahlreiche Städte in der Schweiz, darunter Zürich, prüfen den Coaster als umweltfreundliche Alternative zu den gängigen, öffentlichen Verkehrsmitteln. Konkret ist eine Verbindung vom schweizerischen Toggenburg in den 47 Kilometer entfernten Zwergstaat Liechtenstein geplant. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich rund 100 Millionen Euro. Der Bau beginnt Mitte 2011.
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