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Sport & Freizeit

Schwitzen wie irre: f79 testet Trendsport Jumping Fitness

Es ist der neue Trendsport und Kalorienbrenner schlechthin: Jumping Fitness. Schon bald vergessen sind Zumba, Yoga oder Pilates. Seit zwei Jahren ist das Trainingssystem in Deutschland bekannt und mittlerweile in mehr als 50 deutschen Städten zu finden. f79-Volontärin Isabel Barquero hat sich aufs Trampolin geschwungen. Dabei kamen auch Erinnerungen an die eigene Kindheit mit freudigem Rumhüpfen hoch.

 
 

„Basic, Tip Toe, Single Jump“, ertönt es in dem kleinen Raum. Es ist Montagabend und ich befinde mich inmitten einer Jumping-Fitness-Stunde. Ich stelle mich auf das kleine sechseckige Trampolin, an dem vorne eine Stange montiert ist, und hüpfe los. Trainerin Zora Gußmann ist mit Leidenschaft dabei und motiviert uns, alles zu geben. Seit März leitet die 24-Jährige Kurse in ihrem Fitnessstudio FIT – Frauen im Training in Freiburg.

Wie der Name schon verrät, geht es bei Jumping Fitness ums „Jumpen“, also Springen auf einem Trampolin. Klassische Aerobic-Sprünge werden mit schnellen, sprintähnlichen Sprüngen und Balance-Übungen kombiniert. Zur flippigen Musik werden auch Kraftübungen eingebaut. Rasch merke ich, dass die es in sich haben. Mit dem wackeligen Untergrund fangen die Muskeln bei Squats oder Sit-ups noch schneller an zu brennen.

Anfangs fühle ich mich etwas blöd, weil ich bei einigen Übungen beinahe aus dem Trampolin fliege oder falsch hüpfe. Gußmann zwinkert mir lächelnd zu: „Jumpe in deinem Tempo, der Rest kommt dann von alleine.“ Es ist ziemlich heiß und ich schwitze extrem. Ich schiele nach rechts und nach links zu meinen Partnerinnen: Gott sei Dank, sie schwitzen auch wie irre.

Trainiert werden beim Hüpfen besonders Bauch, Beine, Po und die Tiefenmuskulatur. Mehr als 400 Muskeln sind im Einsatz und sorgen dafür, dass die Jumper bis zu 1200 Kalorien pro Stunde verbrennen. „10 Minuten Jumping sind so effektiv wie 30 Minuten Joggen“, sagt Gußmann. Außerdem sei das speziell gefederte Trampolin gelenkschonender als Asphalt. Noch ein Pluspunkt: Trotz intensiver Belastung gibt’s keinen Muskelkater, da die Muskeln durch die kurzen Belastungsphasen nicht übersäuern.

 

 

Nach 45 Minuten steigen alle Teilnehmerinnen – der Sport scheint überwiegend bei Frauen auf positive Resonanz zu stoßen – von ihren Trampolinen. Gußmann bietet auch einen Kurs für Männer an, leider fällt der fast immer aus: „Die Männer trauen sich noch nicht, weil sie der Meinung sind, dass Jumping genauso wie Zumba etwas für Frauen ist.“ Jumping Fitness kann fast jeder machen, denn wie intensiv ich hüpfe, kann ich selbst entscheiden. Wer starke Rücken- oder Knieprobleme hat, sollte vorher jedoch mit einem Arzt sprechen. Jumping ist nur bei Schwangerschaften völlig ausgeschlossen. Die Kursteilnehmer sind zwischen 16 und 65 Jahre alt.

Seinen Ursprung hat Jumping Fitness übrigens in Tschechien. Mittlerweile gibt es die Trendsportart in jeder größeren Stadt in Deutschland. Nun auch in Freiburg. „Jumping Fitness ist bei uns im letzten halben Jahr ziemlich publik geworden“, meint Gußmann. Derzeit bieten nur zwei Studios in Freiburg Kurse an, „doch bald werden es wohl mehrere machen.“

Über und über mit Schweiß bedeckt verlasse ich das Studio in der Sundgauallee. Eins ist klar: Jumping ist anstrengend, aber macht glücklich. Ich habe mir schon eine Kurskarte zugelegt, und nächste Woche bin ich wieder dabei.

 

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