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Leute & Leben

Jule in New York: Zombies, Touristen und Taschentücher

"New York New York, Big City of Dreams" rappte einst Grandmaster Flash. Stimmt das wirklich? f79-Autorin Jule Fröhlich war da und hat sich die Stadt genauer angeschaut. So kurz vor den Präsidentschaftswahlen hat sie vom Wahlkampf nicht viel gesehen - außer einem Flugzeug mit Donald-Trump-Banner. Dafür hat sie Märchenprinzesinnen, Zombies und unzählige Touristen getroffen. Ihr Tipp: Man sollte Taschentücher mitbringen.

 
 

Gleich am ersten Tag werde ich ins kalte Wasser geworfen: Als Erstes geht's zum Times Square, wo sich unzählige Menschen dicht an dicht drängen. Umgeben von riesigen Werbeplakaten fühlt man sich da ziemlich klein. Also weiter in einen riesigen Disneyladen. Umgeben von Märchenprinzesinnen und vielen weiteren Kindheitshelden wird man hier wieder zum Kind, das in seiner Traumwelt umherspaziert. Neben großen Markennamen kann man hier aber kleine Imbisse entdecken, die zu einem leckeren Abendessen einladen.

Am spannendsten sind die Menschen in New York. Vor allem in der Metro trifft man die interessantesten Gestalten. In der Zeit kurz vor Halloween sind Zombies, Vampire und Todesbräute in der Metro keine Ausnahme. Gerade am Abend einem das einen ordentlichen Schreck einjagen, wenn dir eine Gruppe Zombies mit zerissener Haut entgegenkommt.



 

Trotz der Aufregung und dem Verkehr kann man auch in New York ruhige Minuten genießen. Um sich wie ein richtiger New Yorker zu fühlen, muss man nur einmal am Morgen in den Central Park joggen gehen. Man fühlt sich wie im Film, wenn man an den Fußballplätzen vorbei läuft, auf denen die Eltern am Spielfeldrand stehen und ihren Kindern beim Training zusehen. Oder man nutzt die frühen Morgenstunden, um auf einem Floating Market (Flohmarkt) in einem Künstlerviertel wie Chelsea die Sammler New Yorks zu treffen.

 



Um tolle Bilder zu machen, oder einfach nur die schönsten Seiten New Yorks zu sehen, gehe ich in das Künstlerviertel SoHo. Früher war dieser Stadtteil das beliebteste und teuerste Viertel der Stadt. Weshalb rund um den Broadway auch so viele Theater und Restaurants zu finden sind. Erst als die Bevölkerung weiter in die nördlichen Gebiete Manhattens zog, wurde SoHo zu dem trendigen und individuellen Viertel, das es heute ist.

Abgesehen von den abgelegeneren Orten kann man aber auch die typischen Touristenaktivitäten genießen. Wenn man erst mal durch die Sicherheitskontrollen des Empire State Buldings gekommen ist, hat man von dort eine unglaubliche Sicht auf die Stadt. Am besten ist es dort am Nachmittag. Denn kurz vor Sonnenuntergang sieht die Stadt aus wie gemalt. Wie schön es ist, die Sonne über dem Hundson River untergehen zu sehen kann man erst wissen, wenn man es erlebt hat.

Allerdings sollte man sich darauf einstellen, von einer Welle Bilder machender Touristen vom Geländer weggedrängt zu werden. Aber erst nachdem man einen Blick auf die Stadt geworfen hat. Denn was gibt es Schöneres als ein Selfie vor dem Sonnenuntergang?


 

Abgesehen von den vielen Menschen und den Sicherheitskontrollen ist es ein sehr schöner Ausflug. Auch die traurige Vergangenheit New Yorks kann man sehen. Die Gedenkstätte von 9/11 besteht aus zwei wunderschönen Brunnen. Auch das Museum, das sich direkt daneben befindet, ist mit viel Mühe gestaltet. Man sollte Taschentücher mitnehmen, denn die Funde, Audioaufnahmen und Bilder der Opfer treffen einen mehr als man denkt.

Ich verstehe jetzt, warum New York die Leinwand für so viele Filme ist. Es ist leicht die verschiedensten Geschichten in New York spielen zu lassen. Hier in der 18,9-Millionen-Einwohner-Metropole lässt sich geradezu jeder und alles finden. Deshalb kann man auch nicht behaupten alles gesehen zu haben. Ich sage deshalb: Ich werde wieder kommen.

 

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