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Musik & Medien

MyStage: Liebe, Beats und Pannen

Viermal im Jahr bieten die Jazz- und Rockschulen mit dem Freiburger Haus der Jugend jungen Bands eine Bühne. f79-Autorin Sarah Golombeck hat sich „MyStage“ näher angeschaut. Die Newcomerbands „Sheen“ und „Tannoed“ geben an einem Freitagabend vor Freunden und Fans alles – nicht mal Technikpannen können sie bremsen.

 
 

"And one, two, three, four!" Flink huscht das Plektrum über die Saiten. Die Gitarre wird gerockt, der Bass dröhnt, die Menge tanzt. Schweiß glänzt auf geröteten Gesichtern. Zwei junge Bands spielen an diesem Abend bei „MyStage“ im Freiburger Auditorium (bei Schmitz Katze). Das Akustikduo Sheen, sowie die Alternativ-Rock-Metal-Band Tannoed zeigen ihr Können.

Der erste Teil gehört den Brüdern von „Sheen“
, 17 und 18 Jahre alt. Von klein auf machen Martin und Simon Stroe zusammen Musik und schreiben Songs. Vor einem Jahr gründeten sie eine Band. MyStage ist ihr erster großer Auftritt. Das sieht man den beiden an, leicht nervös betreten sie die Bühne. Klavier und Gitarre untermalen die sanften Pop-Rock-Balladen. Zweistimmiger Gesang legt sich auf selbst komponierte Melodien.

„Einer von uns hat eine Idee für einen Song, schreibt den Anfang und zusammen arbeiten wir das Lied aus“, sagt Simon. Beide spielen Klavier und Gitarre und wechseln sich mit den Instrumenten ab. Mit ihren Liedern wollen sie Emotionen rüberbringen. „I've been waiting for such a long time“, singt Martin und lässt seinen Blick leicht verträumt über die erste Reihe schweifen. Simon ist vertieft. Junge Fans und Freunde wiegen sich sanft zu der Liebesballade.

Nach einer Umbaupause macht sich „Tannoed“ startbereit. Frontsänger Julius Schuler zählt ein und haut in die Saiten seiner roten E-Gitarre. Mit ihm setzen Leander Probst am Bass und Paul Kirchner mit dem Schlagzeug ein. Bald findet sich ein Pulk tanzender Menschen vor der Bühne. „Get your fuck up!“ brüllt Julius ins Mikro, die Metalelemente erinnern an Marilyn Manson. Der 17-jährige Frontsänger wechselt nahtlos von einer weichen Rockstimme zu Gekreische. Ein Bein lässig auf dem Monitor, spielt Julius dem hauptsächlich jugendlichem Publikum rockige Soli vor.

Von gerissenen Gitarrensaiten und einer kaputten Doppelfußmaschine lassen sie sich nicht rausbringen. Doch so viele Pannen wie an diesem Abend sind den drei 17-Jährigen in ihrer vierjährigen Bandgeschichte noch nie unterlaufen. Dabei haben sie schon einiges erlebt. Die Idee, eine eigene Band zu gründen, kam ihnen in der Schule im Musikunterricht. Seitdem rocken sie Freiburgs Bühnen. Ihr Ziel ist, sich in der Region einen Namen zu machen. „Es wäre schön, wenn wir mit der Musik Geld verdienen könnten“, sagen auch die Brüder von „Sheen“. Das Potential dazu haben beide Acts des Abends.

„Und jetzt müsst ihr alle noch mal pogen. Tut uns leid!“, ruft es von der Bühne. Zappelnde Körper, geschlossene Augen und vibrierende Instrumente. In einem spektakulären Finale endet der Abend.

Info


Die Nachwuchsplattform „MyStage“ bietet regelmäßig jungen Bands eine Bühne. Ihr wollte dabei sein? Dann bewerbt euch bei Tilo Fierravanti an: tilo.fierravanti@jbw.de.

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