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Musik & Medien

Geheimtipps aus Frankreich: Diese acht Acts sollte jeder kennen

In Frankreich geht es nicht nur um Wein und Camembert. Die Musikszene unseres Nachbarn ist reich an neuen Gesichtern und ungewöhnlichen Stücken. f79-Autorin Clémence Carayol ist selbst aus Paris und stellt acht Sänger und Bands vor, die man kennen sollte – egal ob man die Sprache von Voltaire versteht oder nicht.

 
 

Paradis könnte keinen anderen Namen tragen. Simon Mény und Pierre Rousseau haben sich in Paris Saint-Germain-des-Près, kennengelernt und sich seither nie mehr verlassen. Das Duo ist seit drei Jahren eine große Nummer in der französischen Elektroszene. Ihre zuckersüßen Stücke mit einem Hauch House wie « Je m'ennuie » (« Mir ist es langweilig ») oder « Garde le pour toi » („Behalte es für dich ») sind so melancholisch wie harmonisch. Das kann man sich immer und immer wieder reinziehen.

Je m'ennuie, Paradis

 

Petit Biscuit ist der Künstlername von Mehdi Benjelloun und bedeutet « kleiner Keks ». Seine Musik schmeckt tatsächlich wie ein süßsaures Gebäck. Der junge Franzose - er ist erst 18 - aus Rouen begann mit klassischer Musik, bevor er sich dem Electro zuwandte. Seine Tracks haben meist englische Namen. Das Stück « Sunset Lover » ist bis jetzt sein Meisterwerk. Bon Appétit !

Sunset Lover, Petit Biscuit

 

Eddy de Pretto steht an der Kreuzung zwischen französischem Chanson und Rap. Er selbst sagt: Ich passe in keine Schublade. Eddy erzählt in seinem Album « Kid » von den Problemen, mit denen er konfrontiert ist: Exzesse, Sexualität, Männlichkeit, Technologie und Macho-Klischees. Zu seinen Einflüssen gehören Jacques Brel, Frank Ocean, aber auch Booba. Eine Vielfalt, die in seinem Lied "Fête de trop" (« Ein Fest zu viel ») spürbar ist.

Fête de trop, Eddy de Pretto


Nusky et Vaati, oder die Untrennbaren gibt es seit 2014. Die zwei jungen Rapper begannen ihre Zusammenarbeit mit einem Abschied: « Goodbye ». Ihr Flow vermischt sich mit Pop, ihre Videos sind so überraschend, wie ihre Texte roh und explizit klingen. Die beiden Jungs Anfang 20 wirbeln die Codes des französischen Rap durcheinander.

Goodbye, Nusky et Vaati




Jain kommt aus Toulouse
, singt aber auf Englisch. Achtung: Die Lieder der Sängerin machen süchtig und sind kleine Ohrwürmer. Ihr Hit « Makeba » ist so rhythmisch wie aufregend. Das Album "Zanaka" hat zwei Platin-Schallplatten gewonnen. Hochverdient.

Makeba, Jain



Angèle, passt eigentlich nicht in die Liste: Sie ist aus Brüssel, verzaubert aber in letzter Zeit das französische Publikum. Sie ist bekannt für ihre scharfen Punchlines und ihre Stimme aus Samt. Die Pop-Musikerin ist durch den Erfolg ihres ersten Liedes « La Loi de Murphy » (« Murphys Gesetz ») berühmt geworden. Ihr zweites Stück « Je veux tes Yeux » (« Ich will deine Augen ») ist ebenso betörend wie vibrierend.

Angèle, Je veux tes yeux



Juliette Armanet hat lange zwischen Journalismus und Gesang gezögert. Heute ist sie ein Symbol der Chanson française. Die 33-Jährige hat eine Vorliebe für die Kavier-Gesangs-Duette – im Stile der berühmten französischen Sängerin Barbara. Die junge Frau hat es aber geschafft, dieses klassische Genre zu einem eigenen Stil zu machen. Ihre Texte sind erstaunlich schön, wie der Song « Manque d'amour » (« Mangelnde Liebe ») eindrucksvoll beweist.

Juliette Armanet, Manque d'amour



Die Musiker der Gruppe Fránçois and The Atlas Mountains sind in England geboren, in Brüssel aufgewachsen, heute leben die Künstler in Paris. Der Sänger François Marry ist ein Multitalent: Er zeichnet, tanzt und malt. Das letzte Album der Band, « Mirage solide » (« Feste Illusion »), ist umwerfend – egal ob man es live der Bühne mit außergewöhnlicher Chorégraphie erlebt – oder alleine im Kopfhörer.

Fránçois and The Atlas Mountains, La Fille aux Cheveux de Soie

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